Auswanderungsmotive aus Deutschland
Hochqualifizierte Personen , die Arbeit im Ausland suchen


Motive, Deutschland zu verlassen

Update Januar 2026
Hunderttausende Deutsche leben inzwischen im europäischen Ausland. Laut Zahlen der dpa lebten 2024 ungefähr 1,2 Millionen Deutsche in anderen europäischen Ländern. Besonders viele zieht
es dabei in die Schweiz. Dort haben mittlerweile mehr als 300.000 Deutsche ihren Wohnsitz. Grund für einen Umzug in die Schweiz
sind für viele die höheren Löhne, gute Karrierechancen und gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Auch Österreich ist bei Deutschen besonders beliebt. Anfang 2024 lebten dort rund 230.000 deutsche Staatsbürger. Dies entspricht einem Plus von
über 40 Prozent innerhalb von nur 10 Jahren.

In Spanien, das in der Beliebtheitsskala auf Platz 3 liegt, leben rund 128.000 Deutsche. Spanien ist beliebt bei den Deutschen wegen der Sonne, den vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten und wegen des Lebensstils der dort lebenden Menschen. Gemäß einer Yougov Umfrage von Anfang 2025 sind es zumeist solche im Alter von 35 bis 54 Jahren - also Menschen, die mitten im Berufsleben stehen - welche ins europäische Ausland ziehen.


( Stand 2023)
Auf der einen Seite sucht Deutschland händeringend Fachkräfte wie beispielsweise Lkw-Fahrer, Pflegepersonal für Heime und Krankenhäuser, Kitapersonal oder IT-Experten/innen, doch auf der anderen Seite gibt es auch hochqualifizierte Fachkräfte, die auswandern wollen und Deutschland den Rücken kehren.

Die Auswanderungsrate bezogen auf die in Deutschland wohnende Bevölkerung ist mit 5,1 Prozent höher als bei vielen anderen Industrienationen mit Ausnahme von Polen. Hier liegt die Rate etwa bei 10 %.

Zum Vergleich: Bei US-Amerikanern liegt die Auswanderungsrate gerade mal bei 0,7 Prozent und bei Japanern bei 0,6 Prozent.

Wer interessiert sich für ein Leben in einem anderen Land?

- Zum einen Berufstätige, die für eine bestimmte Zeit in einem anderen Land arbeiten möchten und von Unternehmen ins Ausland entsendet werden. Es sind oft auswanderungs-freudige Personen, die in der Auto- und Chemieindustrie sowie im Maschinenbau beschäftigt sind und um die 25 bis
40 Jahre alt sind. Viele bleiben etwa zwei bis drei Jahre im Ausland. Die Erfahrung zeigt, dass Beschäftigte, die etwa zehn Jahre und länger im Ausland waren, sich nur schwer reintegrieren lassen.
- Zum anderen oft politisch motivierte Personen. Einige sind frustriert, deutschlandmüde und fühlen sich durch den deutschen Staat und die Regierung gegängelt. Vom Auswandern erhoffen sie sich irgendwo anders selbstbe-stimmter leben zu können als es beispielsweise in Pandemiezeiten der Fall war. Auch der Ukrainekrieg scheint Unzufriedenheit und Zukunftsängste zu schüren.
- Ruheständler, die ihre letzten Lebensjahre in einem wärmeren angenehmeren Klima verbringen möchten und eine andere Lebensart bevorzugen. Manche stören sich an den politischen Gegebenheiten Deutschlands. Andere wiederum glauben, dass sie mit ihrer Rente bzw. Pension in einem Land mit niedrigeren Lebensunterhaltskosten ein besseres Leben führen können wie hierzulande.

Viele scheint es nach Thailand zu ziehen.

Eine langjährige Studie des Bundesinstitut für Bevölkerungs-forschung (BiB) hat gezeigt, dass es 58 Prozent von ihnen aus beruflichen Gründen ins Ausland zieht. Bei etwa knapp 30 Prozent sollen berufliche Gründe des Partners oder der Partnerin eine Rolle spielen. Auswanderer sind den Daten des Instituts zufolge zumeist zwischen 20 und 39 Jahre alt. Hochqualifizierte Fachkräfte scheinen sich hierzulande nicht wohl zu fühlen.

Besonders Österreich und die Schweiz sind bei Auswanderern beliebt. Auf Platz drei folgen die USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten wie man oft sagt. Doch während Abkommen die Arbeitsmigration in EU-Ländern vereinfacht, sind die Hürden, in Amerika zu arbeiten, bekanntermaßen sehr hoch. Auch Kanada ist bei Auswanderern sehr beliebt, doch nicht jeder passt in eine der Einwanderungskategorien, veröffentlicht auf der Seite der Einwanderungsbehörde.

Manche zieht es aber auch wieder nach Deutschland zurück. Gründe hierfür sind beispielsweise ein nicht verlängertes Visum, pflegebedürftige Eltern oder Angehörige, die in Deutschland geblieben sind, der Verlust des Arbeitsplatzes im Ausland oder aber die eigene Erkrankung.

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